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Fachtagung Rudolf Schmid und Hermann Schmid Stiftung
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Entstehung und Konzept

Das Generationenhaus West wurde im August 2001 als drittes Haus der Rudolf Schmid und Hermann Schmid Stiftung eröffnet. Es beherbergt auf fünf Stockwerken mit einer Gesamtfläche von 6.000 Quadratmetern eine städtische Kindertagesstätte, das Kinderhaus "Sternschnuppe" des Eltern-Kind-Zentrums, betreute Appartements für Senioren des Wohlfahrtswerkes Baden-Württemberg, eine Großküche für die städtischen Kindertagesstätten des Stadtteils, das EKiZ-Café, den Secondhandladen "SternTaler" und den ambulanten Pflegedienst "Freie Altenarbeit e. V.. Begegnungen finden in der großzügigen Flaniermeile und bei Ausstellungen in der Generationenhaus-Galerie statt. Gemeinschaftlich werden der große Garten, die Dachterrasse, Wintergärten und Werk- und Bewegungsräume genutzt. Als Vermächtnis des Sturms "Lothar", der während der Bauzeit wütete, wurde in jedem Gruppenraum der Kindertagesstätte ein unverändert gebliebener Baumstamm als tragendes Stützelement eingebaut.

Die vier Träger leiten das Haus in Eigenverantwortung gemeinsam. Das bedeutet eine enge Zusammenarbeit und klare Absprachen. Die Idee des Generationenhaus West ist es, einen Ort der Begegnung für alle Generationen aus unterschiedlichen Kulturen zu schaffen, ein generationenübergreifendes Nachbarschaftszentrum. Die Angebote der Einrichtungen laden zum Mitmachen ein und fördern die Gemeinschaft. Mit ihrem Engagement schaffen die vier Träger eine gemeinsame Plattform für Begegnungen, Kommunikation sowie für Lernen, Wohnen, Leben und Arbeiten. Sie bieten unterschiedliche und flexible Dienstleistungen an und fördern die nachbarschaftliche und gegenseitige Unterstützung. Die Stärke: Offenheit und gleichzeitig ein geschützter Raum im Stadtteil.

"Innovativ bauen, das geht nur wenn man einen Freiraum hat. Eine solche Vision mit Leben zu erfüllen, das geht nur wenn man nicht sagt, pro Kopf stehen so und so viel Quadratmeter zur Verfügung, die Zimmer dürfen nur so und so groß sein. Hier hatten wir einen wirklich guten Architekten, der das verstranden hat. Der nicht nur ein Gebäude erstellt hat, sondern eine Vision verfolgt hat." (Edgar Kurz, Rudolf Schmid und Hermann Schmid Stiftung)

Die Vernetzung im Haus wird durch die Architektur begünstigt. Die Cafébar im Eingang ist Empfang und Kommunikationsdrehscheibe zugleich. Im Café oder beim Mittagessen treffen sich Eltern, die das Eltern-Kind- Zentrum nutzen mit Seniorinnen und Senioren aus dem betreuten Wohnen und Besucherinnen und Besuchern, die nur mal vorbeischauen. Kinder, die zunächst mit ihren Müttern oder Vätern eine Krabbelgruppe des EKiZ besuchen, wechseln später in die Kindertagesstätte. Und an den vielen Veranstaltungen im Haus nehmen Menschen aus dem Stadtteil genauso teil wie Eltern, deren Kinder in der Tagesstätte betreut werden oder die vielen Angebote des EKiZ nutzen. Für Menschen der unterschiedlichsten Nationalitäten, für Jung und Alt ist das Generationenhaus West Ort für Begegnung, für Austausch und für lebenslanges Lernen.

Baujahr: 2001
Architekten: Kohlhoff & Kohlhoff, Sven Kohlhoff, Stuttgart