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Fachtagung Rudolf Schmid und Hermann Schmid Stiftung
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Eine Stiftung für die Stadt Stuttgart

Das Stiftungsvermögen der Rudolf Schmid und Hermann Schmid Stiftung wird von der Stadt Stuttgart verwaltet. Über die Verwendung der Stiftungsmittel entscheiden die Testamentsvollstrecker Edgar Kurz und Werner Krieger. Edgar Kurz hatte fast 30 Jahre mit den Brüdern Schmid zusammengearbeitet. Wie kaum jemand sonst kennt er daher die beiden Stifter und konnte immer wieder in ihrem Sinne entscheiden. Die Brüder Schmid hatten klar geregelt: Die Stiftungsmittel dürfen ausschließlich "nach den Weisungen der Testamentsvollstrecker" verwendet werden. Beschlossen werden alle Projekte im Stiftungsrat, der aus dem Kämmerer der Stadt Stuttgart und der Bürgermeisterin für Soziales, Jugend und Gesundheit sowie den beiden Testamentsvollstreckern besteht.

Rudolf und Hermann Schmid hatten in ihrem Testament festgelegt, dass mit den Stiftungsmitteln eine Senioreneinrichtung gebaut werden sollte. Noch zu Lebzeiten von Rudolf Schmid war aber klar, dass Mittel für weitere Projekte zur Verfügung stehen würden. So hatten die Testamentsvollstrecker und ein Vertreter der Stadt noch mit dem Stifter selbst besprochen, dass die Mittel auch für andere Einrichtungen verwendet werden dürfen, die den Stuttgarter Bürgerinnen und Bürgern zugute kommen.

Fünf Einrichtungen sind so zwischen 1998 und 2001 in und für Stuttgart entstanden: Vom Betreuten Wohnen für Senioren im Haus Rohrer Höhe und der Kindertagestagesstätte Pfennigäcker, über die beiden Generationenhäuser in Heslach und im Stuttgarter Westen, bis zur Begegnungsstätte Schloss-Scheuer in Stammheim. Dennoch sind die Stiftungsmittel nicht ganz aufgebraucht und aus Immobilienbesitz fließen auch immer noch Mittel zu. "Uns war es immer wichtig, dass wir noch Geld übrig behalten, zum Beispiel für erforderliche Umbauten oder Renovierungen", berichtet Testamentsvollstrecker Kurz. Denn wenn eine nötige Renovierung nicht ausgeführt werden kann, weil das Geld fehlt, das Haus seinen Standard nicht mehr halten kann, dann fällt das auf die Stiftung und den Namen Rudolf und Hermann Schmid zurück. "Und das wollen wir auf gar keinen Fall."