Stefan Faas
Nastiti Amiranti
Petra Renz
In den Offenen Treffs der Stuttgarter Generationenhäuser begegnen sich Menschen aus sehr unterschiedlichen kulturellen und sozialen Kontexten. Sie alle haben Stärken, sie alle im Leben gewonnene Kenntnisse, die sich gezielt für die Entwicklung eines tragfähigen Miteinanders nutzen lassen. Nach der Devise "es lebe der Unterschied" bieten die Offenen Treffs den Rahmen dafür, dass sich Menschen in der Individualität ihrer Kompetenzen und deren Wechselwirkung mit der Gemeinschaft erfahren und deshalb zuhause fühlen. Das Stuttgarter Rathaus wird anlässlich der Fachtagung zwei Tage lang zum Erlebnisbereich "Offener Treff". Es soll dabei deutlich werden, wie der Offene Treff zum Spiel- und Gestaltungsraum für die persönliche, kommunale und gesellschaftliche Entwicklung wird. "Fragen", "zuhören", "beteiligen" und "unterstützen" sind die Erfolgsfaktoren des Offenen Treffs. Wie das in der Praxis funktioniert, wird der Workshop zeigen.
Dipl.-Berufspädagoge Stefan Faas, Institut für Erziehungswissenschaft, Uni Tübingen, wird den Workshop mit einem Impuls zum Thema "Auf dem Prüfstand der Forschung - zur Bedeutung Offener Treffs" einleiten.
Nastiti Amiranti MGH Stuttgart Eltern-Kind-Zentrum und Petra Renz, Mütterforum Baden-Württemberg, Landesverband der Mütterzentren, Familienzentren und Mehrgenerationenhäuser führen durch den Workshop.
Begleitung: Stefan Faas, Institut für Erziehungswissenschaft Tübingen, Nastiti Amiranti, Mehrgenerationenhaus Stuttgart, Eltern-Kind-Zentrum und Petra Renz, Mütterforum Baden-Württemberg, Landesverband der Mütterzentren, Familienzentren und Mehrgenerationenhäuser
Dipl.-Berufspäd. Stefan Faas
Nach seiner Tätigkeit als Lehrer an einer Fachschule für Sozialpädagogik
ist Stefan Faas seit April 2009 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am
Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Tübingen
tätig. Seine Arbeitsschwerpunkte sind die Pädagogik der frühen
Kindheit, die Familien- und Elternbildung sowie die Professionsforschung.
Stefan Faas gehörte zu dem Team unter der Leitung von Prof. Dr.
Treptow, welches unterschiedliche Offene Treffs ganz unterschiedlicher
Einrichtungen hinsichtlich ihres Zugangs zur Familienbildung untersucht
hatte. Die Vergleichsstudie erfolgte von 2010 bis 2012 von STÄRKE,
einem Familienbildungsprogramm des Landes Baden-Württemberg zur
Stärkung von Elternkompetenzen.
Nastiti Amiranti
Nastiti Amiranti, gebürtig in Jakarta, Indonesien, fand im Jahr
2010 als Ehrenamtliche über das Projekt "Lebendige Nachbarschaft"
einen Zugang zum Mehrgenerationenhaus Eltern-Kind-Zentrum Stuttgart-West
(EKiZ). Seit Herbst 2012 leitet die 40jährige hauptamtlich den
Offenen Treff im EKiZ, besser bekannt als Öffentliches Wohnzimmer.
In der Leitungsfunktion ist Nastiti Amiranti für Verwaltung und
Personal, für effiziente Abläufe im Küche- und Veranstaltungsbereich
sowie für das kultursensible Miteinander ihres internationalen
Teams verantwortlich. Nastiti Amiranti studierte in ihrer Heimat "Internationale
Beziehungen" an der Universität Bandung im Fachbereich Sozial-
und Politikwissenschaften. Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Organisation
von Großveranstaltungen, Medienproduktionen und Marketingmaßnahmen
gehörten dort anschließend zu ihren Aufgaben in unterschiedlichen
Zusammenhängen. In Deutschland optimierte sie ihre Kompetenzen
durch das Studium "Internationales Management" an der Hochschule
für Wirtschaft und Umwelt, Nürtingen-Geislingen sowie Praxiserfahrungen
in der Wirtschaft. Nastiti Amiranti ist in Stuttgart mit einem Deutschen
verheiratet und Mutter eines zehnjährigen Sohnes. Im EKiZ nutzt
sie ihre beruflichen Kompetenzen und ihre Lebenserfahrungen dafür,
die Kommunikation im Offenen Treff so zu gestalten, dass ihre Mitarbeiter/Innen
gerne voneinander lernen und gut miteinander arbeiten.
Petra Renz
Petra Renz, 48, leitet die Geschäftsstelle des Mütterforums
Baden-Württemberg e.V., Landesverband der baden-württembergischen
Mütterzentren, Familienzentren und Mehrgenerationenhäuser.
Von Stuttgart aus kümmert sich Petra Renz zum einen um die Vertretung
individueller Interessen der rund 50 Mitgliedszentren. Zum anderen intensiviert
sie die nationale und internationale Vernetzung innerhalb der Familienselbsthilfe
sowie den Austausch mit Partnern der Politik und Wirtschaft, der Wissenschaft
und der Medien. Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit gehören für
die gelernte Redakteurin und PR-Fachfrau zum Kerngeschäft. Petra
Renz setzt ihre Fachkenntnisse in der Kommunikation ein, um der aus
der Familienselbsthilfe entstandenen Offenheit, die sich im interkulturellen
und intergenerativen Miteinander als wirkungsvoll bewährt, die
entsprechende Beachtung, Wertschätzung und Förderung zu sichern.